Web.2.0 - Das große "Socialising" Zeitalter
  
04.06.2008

Nicht dass die Leute nicht auch schon früher mitsammen gesprochen hätten - nur jetzt tun sie´s halt für alle anderen auch zum Nachlesen. Wobei die eigentliche Intention von Flickr, youTube, mySpace, Facebook und Co ja eine wirklich geniale ist.
Mit Freunden und Familie in Verbindung bleiben, Fotos und Videos tauschen und freigeben, ehemalige Klassenkameraden, Freunde, Mitarbeiter wiederfinden, über Interessen und Hobbies diskutieren, Parties und andere Veranstaltungen planen; neue Freunde finden und und und. Diese Features bescheren den meisten 2.0 Applikationen enorme Zuwachsraten.

Rund 52 Millionen Menschen nutzen Facebook und die Anzahl der Anwender verdreifacht sich pro Jahr. Gar 200 Millionen Menschen sollen schon MySpace für ihren individuellen Auftritt im Web 2.0. nutzen. Aber nicht nur zum Privatvergnügen - auch Business-Communities wie XING, mit immerhin noch 4,8 Millionen Nutzern, boomen. Soviel "Erfolg" zieht unvermeidbar auch Zeitgenossen an, die aus der Gutgläubigkeit vieler Anwender Ihren eigenen Nutzen ziehen, wie Analysen bei Ikarus ergaben.

mySpace, XING und Co sind die idealen "Research", "Manipulation" und "Attack" Plattformen für Angreifer. Auf keiner Plattform können Informationen so leicht "abgestaubt" werden wie hier. So einfach wie im Web2.0 lassen sich nirgendwo persönliche Daten verknüpfen und komplette "Profile" von Menschen erstellen. So ermöglicht etwa die Standardfreigabe auf XING unkompliziert die Netzwerke und Aktivitäten von Anwender in und um jene nachzuvollziehen. Aber auch immer mehr Netzwerk-Visualisierungs Tools erleichtern den Zielgerichteten Angriff - so ist es selbst weniger versierten Angreifern möglich sich automatische "Netzwerk-Diagramme" über potentielle "Opfer" erstellen zu lassen.

Die vermeintliche "Vertrauensstellung" führt auch dazu, dass das Verhalten von potentiellen Opfern "gesteuert" werden kann bzw "vorhersehbar" wird - was weiter führende Attacken ungleich erleichtert und auch die Security Policies von Unternehmen massiv zu unterlaufen vermag. Web 2.0 Plattformen sind die ideale Angriffsplattform für eine Vielzahl von Attacken auch gegen Unternehmen, in jenen die Nutzer von youTube&Co Ihre Arbeit verrichten. So lassen sich in vielen Fällen Firewalls "tunneln" und ContentSecurity Lösungen am Gateway unterlaufen.

Die Fülle an Daten die freiwillig online gestellt werden wirkt sich auch auf die Qualität von Spam aus - die Option eMail-Adress Bücher und ganze PSTs online zu stellen und mit "Freunden" abzugleichen und zu verlinken, trägt nicht unwesentlich dazu bei, dass Spammer reale eMail Adressen einsammeln können sondern in Verbindung mit anderen Daten auch, dass Spam immer "zielgerichteter" zum Einsatz kommt und begünstig "Spear-Phishing" und "targeted Spam"

Einmal völlig davon abgesehen, dass vielen - vor allem jungen Anwendern - kaum bewusst ist, welche Konsequenzen ein informationsreiches "Profil" auf einer jener Plattformen später einmal haben kann - so "schick" es heute auch erscheinen mag.

Wie schade, dass ein so genialer Gedanke so zur Falle werden kann...

IKARUS Security Software GmbH., 04.6.2008

Für weitere Auskünfte:
Josef Pichlmayr, CEO
IKARUS Software GmbH, 1060 Wien, Fillgradergasse 7
+43-1-58995-234 oder pichlmayr@ikarus.at

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